Langsam wurde es ja Zeit, aber jetzt hat Apple dem MacBook endlich wieder eine Leistungsauffrischung verpaßt. Ich habe das neue MacBook Pro 15″ getestet.

Optisch hat sich am MacBook nichts verändert. Es kommt weiterhin im stylischen Alu – Look daher und hat auch weiterhin nur 4 Thunderbolt 3 (bzw. USB-C) Anschlüsse und, obwohl  beim iPhone schon längst gestrichen, immer noch einen Kopfhöreranschluss. Auch die Touch Bar ist unverändert on Board. Aber kommen wir nun zu den Änderungen, die sich alle unter der Haube befinden.

Apple setzt nun die Intel Core Prozessoren der 8. Generation mit 6 Kernen in das 15″ MacBook ein. Diese sind als 2,2/2,6/2,9 GHz Variante verfügbar. Ich habe die Version mit 2,6 GHz getestet. Im Turbo-Boot Modus sind hier bis zu 4,3 GHz möglich. Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, je nach Anwendungsart um 50 – 70% mehr Leistung als in der Vorgängergeneration zu erhalten. Das Problem mit der schnellen Überhitzung und dem runterfahren der Prozessorleistung hat Apple ja bereits mit einem Update aus der Welt geschafft. Der Arbeitsspeicher wurde erhöht und ist jetzt mit 16 oder 32 GB verfügbar. Auch an der Grafikleistung wurde geschraubt. Das MacBook Pro hat jetzt eine Radeon Pro GPU mit 4 GB Speicher. Damit werden Renderaufgaben flüssig abgearbeitet. Wirklich gewaltig ist aber die neue SSD die Apple verbaut hat. Diese kann in  den Größen von 256 GB bis zu 4 TB gewählt werden. Tests haben gezeigt, dass das MacBook hier mit Lesegeschwindigkeiten bis zu 3,2 GB/s und beim Schreiben bis zu 2,2 GB/s aufzeigen kann. Aber das war noch nicht alles. Auch am Display hat Apple gearbeitet und das MacBook hat nun das bereits vom iPad Pro bekannte TrueTone Display, welches Farben je nach Umgebungslicht sehr gut darstellen kann. Onboard ist auch noch der neue T2 Chip, welcher sich um den sicheren Bootvorgang und die Verschlüsselung des Speichers kümmert. Nachdem es an der anfälligen Tastatur des Vorgängers einiges an Kritik gegeben hat, hat Apple auch hier nachgebessert. Die neue Tastatur ist nun leiser und besser gegen Schmutz geschützt.

 

Wie machen sich nun aber die neuen Leistungsmerkmale im Alltags – Einsatz bemerkbar? Hier kann ich nach einer Woche Test bereits sagen, ja man merkt es. Das Arbeiten geht merklich flüssiger von der Hand. Da ich ja durch meinen Beruf als Entwickler auch mit Windows arbeiten muß, habe ich Windows 10 in einer virtuellen Parallel Desktop Version im Einsatz und hier kann man nun auch mehr CPUs und mehr Arbeitsspeicher der virtuellen Umgebung zuordnen. Somit läuft dann das virtuelle Windows am Mac merklich schneller ohne das Host Betriebssystem am Mac zu stark zu bremsen. Auch beim Kompilieren von Projekten oder Rendern von Videos spart man einiges an Zeit ein. Ich denke das hier vor allem auch die ultraschnelle SSD am gutem Ergebnis beteiligt ist. Auch das Tippgefühl ist am neuen MacBook Pro angenehmer. Der TrueTone Bildschirm macht vor allem bei dunklen Umgebungen eine gute Figur. An der Akkuleistung konnte ich jetzt keinen Unterschied feststellen.

Für mich ist das Update des MacBook Pro gelungen. Apple hat an wichtigen Leistungsverbesserungen gearbeitet ohne das bereits tolle Design zu verändern. Der Preis ist leider auch weiterhin hoch. Meine Version mit 2,6 GHz 512GB SSD und 16GB Raum kostet 3299,- EUR. Vor allem die Aufpreise für mehr RAM und größere SSD läßt sich Apple teuer bezahlen. Dennoch bekommt man ein tolles MacBook mit dem man doch einige Jahre gute Arbeit verrichten kann.