Seit einigen Tagen ist die Echo Familie um ein weiteres Mitglied angewachsen. Amazon hat den Echo Spot, einen smarten Lautsprecher mit Touchscreen in Kugelform, auf den Markt gebracht. Ich habe ihn einem ersten Test unterzogen und mit den anderen Echo Geräten verglichen.

Grundsätzlich funktioniert der neue Amazon Echo Spot genau so wie der bereits bekannte Amazon Echo oder auch der Echo Dot. Allerdings hat Amazon sich hier für eine halbkugelige Form entschieden und den Echo Spot einen kleinen Touchscreen spendiert. So soll er gut auf den Nachttisch oder Schreibtisch passen. Auf dem 2,5 Zoll Display werden nun die ausgesprochenen Information von Alexa auch visuell dargestellt. Im Ruhemodus wird auf der sgn. Startseite zum Beispiel eine Uhr angezeigt bzw. abwechselnd auch andere Informationen, wie das Wetter am gewählten Standort, oder wichtige Ereignisse und Nachrichten. Somit hat man diese Infos auch immer parat ohne Alexa extra danach fragen zu müssen.

Wenn man nun den Echo Spot mit dem aktuellen Amazon Echo vergleicht, so gibt es hier auf der technischen Seite einige Unterschiede. Zunächst wäre hier natürlich die geänderte Form und Abmessungen. Der Echo Spot ist mit 104 x 97 x 91 mm noch kompakter als der normale Echo. Mit 420g auch nur halb so schwer. Dafür hat der Echo Spot auch nur einen 36mm Hochtonlautsprecher und keinen eingebauten Sub-Woofer. Das wirkt sich auf den Klang aus, der Echo Spot liefert nicht die Klangqualität des Amazon Echo, dennoch ist Klang und Lautstärke für gelegentliches Musik hören, oder für den Einsatz als Wecker, völlig ausreichend. Zusätzlich kann man ja weiterhin einen externen Lautsprecher per Bluetooth oder Kabel verbinden.
Der Echo Spot hat nur mehr 4 eingebaute Mikrofone (der Echo hat ja 6 Mikrofone), allerdings ist mir bei der Erkennung der Sprachbefehle jetzt keine Unterschied aufgefallen. Alexa versteht genauso gut wie beim Amazon Echo. Da mit dem Echo Spot nun auch Videoanrufe zwischen Echo Geräten oder der App möglich sind hat der Echo Spot jetzt auch eine Front Kamera eingebaut.

Der größte Unterschied zum Amazon Echo bleibt jedoch der eingebaute Touchscreen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen verschiedenen Zifferblättern zu wählen und kann, durch Streichen von oben, auch diverse Einstellungen direkt am Gerät vorzunehmen. In vielen Situationen macht der Bildschirm auch wirklich Sinn. Zum Beispiel das man nach dem Starten eines Timers auch am Display den sehen kann wie weit der Timer schon ist ohne das man Alexa danach fragen muß

 

Amazon hat sich sehr bemüht viele Informationen auch grafisch gut aufbereitet am Display darzustellen. Ein weiteres Beispiel wäre, dass beim Abspielen von Musik neben dem Cover auch gleich der Songtexte am Bildschirm mitläuft so wie man das auch aus der Amazon Music App kennt.

Fazit

Der Amazon Echo Spot ist ein durchaus ansprechendes Gerät, die Zusatzinfos am Display machen Sinn und die Steuerung durch die Kombination Spracherkennung und Touchscreen ist in vielen Fällen komfortabler. Ob man sich diesen Komfort für den doch recht hohen Preis von derzeit 129,99 € leisten möchte muß jeder für sich entscheiden. Der normale Amazon Echo liegt ja derzeit bei 99,99 €. Die Frage nach der Datensicherheit ist weiterhin eine Schwachstelle dieser Geräteklasse, vor allem da nun neben dem Lauschangriff durch die eingebauten Mikrofone auch noch eine Kamera eingebaut ist. Bisherige Test haben zumindest ergeben dass solange das Gerät das Aktivierungswort nicht hört keine Daten zu den Amazon Servern schickt.