Auf der Keynote angekündigt, ist die Apple Watch Series 3 nun im Handel angekommen. Ich habe die neue Smartwatch von Apple in der Version ohne LTE getestet und mit dem Vorgängermodell verglichen.

Eines gleich vorne weg. In Österreich gibt es nur die Version ohne LTE, somit ist das Telefonieren oder Nachrichten versenden weiterhin nur über die Verbindung zum iPhone möglich. Etwas mehr zu diesem Thema gibt es dann später in diesem Beitrag.

Wenn man die Apple Watch Series 3 in Händen hält, ist erkennbar, dass sich am Design zum Vorgänger nichts verändert hat. Die Smartwatch sieht genauso aus die die Apple Watch Series 2. Neu ist nur das Herz der Uhr in Form des neuen S3 Dual Core Prozessors und des W2 Wireless Chip. Durch den schnelleren Prozessor hat die Smartwatch genügend Leistung um Siri nun auch direkt auf der Uhr sprechen zu lassen. Das ist auch der größte Unterschied in der Series 3 ohne LTE in Vergleich zum Vorgänger. Die Bedienung erfolgt wesentlich flotter, Apps öffnen merklich rascher. Der W2 Wireless Chip ermöglicht eine verbesserte Verbindung zum iPhone mit Bluetooth 4.2 oder WLAN, welche auch energiesparender sein soll. Aufgefallen ist mir hier, dass ich mich etwas weiter vom iPhone weg bewegen kann bis die Bluetooth Verbindung abbricht. Leider kann eine Verbindung über WLAN weiterhin nur mit 2,4 GHz erfolgen, d.h. wenn das iPhone in einem 5 GHz WLAN eingebucht ist, kann die Smartwatch keine Verbindung über WLAN zum iPhone herstellen.

Die weitere Ausstattung der Apple Watch Series 3 ist identisch mit dem Vorgänger der Apple Watch Series 2, allerdings ist noch ein neuer Sensor hinzugekommen. Apple hat der Smartwatch einen Barometrischen Höhenmesser spendiert. Dieser soll bei einigen Sportarten die Trainingsaufzeichnung noch genauer machen. Die Apple Watch Series 3 ist weiterhin wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern und hat GPS eingebaut. Somit kann sie über GPS Trainingsstrecken auch ohne iPhone aufzeichnen. Weitere Sensoren sind der Herzfrequenz­messer,  Gyrosensor, Beschleunigungssensor und Umgebungslichtsensor. Als Display ist ein OLED Retina Display mit Force Touch eingebaut. Dieses erlaubt es auch im hellen Sonnenlicht die Uhr abzulesen. Geschützt wird das Display durch ein Ion-X gehärtetes Glas welches sehr unempfindlich gegen Kratzer ist. Der integrierte Akku hält laut Apple 18 Stunden durch, in meinen Tests ist aber eine Laufzeit von 2 Tagen, wie bei der Series 2, ohne Probleme erreichbar.

Noch ein Hinweis zur Aufladung: Die Apple Watch Series 3 wird weiterhin, wie die Series 2, mit einem magnetischen Ladekabel aufgeladen. Die neuen iPhone 8 bzw. iPhone X haben ja erstmals die induktive Ladetechnik QI on board. Apple hat ja auf der Keynote auch eine Lademappe mit Air-Power Technik für 2018 angekündigt, welche die neuen iPhones und auch die Apple Watch Series 3 laden soll. Für die iPhones verkauft Apple über den Online Shop auch schon Ladestationen. Erste Tester haben allerdings festgestellt, dass diese Ladestationen die Apple Watch Series 3 nicht laden können. Mit anderen QI Ladestationen die nicht von Apple zertifiziert wurden klappte es allerdings.

Nun zum LTE-Problem in Österreich: Die Apple Watch Series 3 gibt es ja auch erstmals in einer Version mit LTE. Dazu hat Apple in dieses Modell eine eSIM verbaut. Diese eSIM wird dann vom jeweiligen Provider aktiviert (natürlich mit monatlichen Zusatzkosten) und somit kann man die Rufnummer die man bereits am iPhone verwendet auch unabhängig mit seiner Apple Watch verwenden und ist mobil erreichbar, auch wenn man das iPhone nicht dabei hat. Zusätzlich kann man über LTE auch Internetdienste verwenden und demnächst auch Apple Music ohne iPhone streamen. Der Haken an der Sache ist aber die eSIM. In Österreich unterstützt zur Zeit keiner der Provider diese eSIM. Meinen Recherchen nach führt DREI zwar noch dieses Jahr eine eSIM ein, allerdings verwendet Apple anscheinend einen eigenen Standard und somit ist auch hier keine Kompatibilität gegeben. Bei A1 ist noch keine eSIM geplant. Somit ist eine Verwendung der Apple Watch mit LTE in Österreich in naher Zukunft ein Riegel vorgeschoben. Man kann hier nur hoffen, dass die Nachfrage so groß wird, dass die Provider hier noch nachlegen.

Fazit:

Die Apple Watch Series 3 ohne LTE ist im Vergleich zur Series 2 zwar leistungsstärker, flotter in der Bedienung und besser in der Verbindung zum iPhone, sonst aber weitgehend vergleichbar mit der Series 2. Eine LTE Nutzung ist in Österreich in naher Zukunft noch nicht möglich. Somit ist die Smartwatch hier weiterhin auf eine Verbindung zum iPhone angewiesen.