Alexa bitte kommen! Ich teste die Sprachsteuerung von Amazon mit dem kleinen Echo Dot.

Amazon liefert seine Sprachsteuerungs-Lautsprecher in zwei Versionen aus. Die kleinere günstige Variante ist der Echo Dot. Für bessere Audiowiedergabe gibt es den größeren Lautsprecher Amazon Echo. Der kleine Echo Dot hat natürlich auch einen Lautsprecher eingebaut, welcher die Sprachausgabe von Amazons Alexa Voice Service in entsprechender Lautstärke wiedergeben kann. Wenn man jedoch über Alexa Musik wiedergeben will empfiehlt es sich über Bluetooth oder ein 3,5mm Stereokabel den Echo Dot mit einem Lautsprechersystem zu verbinden.

Was kann man nun mit Alexa und dem Echo Dot alles machen? Sobald man das Aktivierungswort sagt, welches im Standardfall Alexa ist, leuchtet der Ring auf der Oberseite des Echo Dot auf und man kann nun Alexa verschiedene Fragen stellen. Alexa beantwortet Fragen nach dem Wetter, oder kann auch mit einem Kalender wie z.B. von Google verbunden werden. Man kann sich somit Termine eintragen oder einen Wecker/Timer stellen. Weiters kann man, sofern man Amazons Musik Dienst oder einen anderen wie z.B. Spotify verwendet, Musik mit Sprachbefehlen starten und steuern. Leider mag Alexa keine Apple Dienste. Somit kann man weder den iCloud Kalender noch Apple Musik mit Alexa verbinden. Alexa kann auch Smart Home Geräte per Sprache steuern, dazu jedoch später mehr.

Der Echo Dot hat mehrere Mikrofone eingebaut, die ständig aktiv sind und den Raum nach dem Aktivierungswort abhören. Abschalten kann man das Mikrofon, indem man an der Oberseite die entsprechende Taste drückt, dann leuchtet der LED-Ring rot. Sobald der Echo Dot sein Aktivierungswort Alexa gehört hat, überträgt er die erkannte Sprache, so wie auch die Sprachdienste von Apple oder Google, in die Cloud und somit auf die Rechner von Amazon. Dort wird die Erkennung durchgeführt und das Ergebnis dann wieder über den Lautsprecher ausgegeben. Amazon gibt an, dass diese Erkennung auch in lauten Umgebungen durch den ganzen Raum funktioniert. In meinem Test hat sich gezeigt, dass die Erkennungsrate bei einem laufenden TV-Gerät doch nicht ganz so gut ist. Die Erkennung über einen großen Abstand funktioniert aber erstaunlich gut.

Die Einrichtung von Alexa geht über die Alexa App für iOS oder Android rasch voran. Man benötigt natürlich ein Amazon Konto. Der Echo Dot wird nun mit dem WLAN verbunden und ist dann einsatzbereit. Die Möglichkeiten von Alexa können mit sogenannten Skills erweitert werden. Dieses Skills sind im Prinzip kleine Apps die auch von Fremdanbietern entwickelt werden und die z.B. Funktionen für die Steuerung von Smart Home Geräten oder sonstige spezielle Funktionen bieten. Die Auswahl und Aktivierung dieser Skills wird ebenfalls über die Alexa App durchgeführt.

Alexa kann, wie gesagt, auch einige Smart Home Geräte steuern wie z.B. WeMo, Philips Hui oder andere. Somit kann man dann einfach sagen „Alexa, schalte die Stehlampe ein“. Wenn man, so wie ich, Besitzer einer Logitech Harmony Fernbedienung ist kann man diese zumindest über einen Umweg so einbinden dass man dann „Alexa, schalte Fernsehen ein“ sagen kann. Da jedoch der Harmony Skills in Deutschland/Österreich nicht verfügbar ist geht das nur so:

Harmony Hub mit Alexa steuern

Man benötigt hier eine zusätzliche App Yonomi, welche den Harmony Hub steuern kann und gleichzeitig einen Alexa Skill anbietet. Nach der Installation der Yonomi App und der Registrierung, muß man zuerst den Harmony Hub in der App verbinden. Dann richtet man unter Routines die Vorgänge, die man auslösen will, ein. So kann man eine Aktivität aus dem Harmony Hub, welche Fernsehen startet (sprich das TV Gerät und andere benötigte Geräte einschaltet und auf den richtigen Eingang schaltet), nun als Routine in Yonomi einrichten. Man klickt einfach in Yonomi auf das Plus rechts oben, gibt einen Namen, ein welcher dann schon für Alexa als Wort für diesen Vorgang gilt (z.B. Fernsehen) und wählt bei Add Action den Harmony Hub aus. Dann wählt man Start Activity und die gewünschte Aktivität am Harmony Hub (bei mir Fernsehen) aus. Damit Alexa Fernsehen aber auch wieder beenden kann, muß man noch eine zweite Routine einrichten, die dann gleich wie die Routine zum Einschalten heissen muß, nur mit einem aus dahinter. Das heißt, man hat sich nun in Yonomi eine Routine Fernsehen und eine Routine Fernsehen aus eingerichtet. Nun öffnet man die Alexa App und aktiviert zunächst den Yonomi Skill. Dann geht man in Smart Home und fügt mit Geräte suchen seine Routinen hinzu. Die Alexa App zeigt dann einen Eintrag Fernsehen an. Hier sieht man auch schon das Fernsehen aus bereits integriert wurde. Nun kann man mit „Alexa, Fernsehen einschalten“ und „Alexa, Fernsehen ausschalten“ seine Geräte steuern. Leider kann man keine weiteren Befehle, wie lauter, leiser oder auf einen bestimmten Sender schalten, direkt sagen. Hier müßte man sich analog zunächst eine eigene Aktivität im Logitech Hub und eine Routine in Yonomi einrichten. Es bleibt allso zu hoffen, dass Logitech doch irgendwann den Harmony Skills in deutsch anbietet.

 

Hier sind einige Beispiele was man Alexa alles Fragen kann:
  • Alexa, wie wird das Wetter morgen
  • Alexa, wie wird das Wetter diese Woche
  • Alexa, wie wird das Wetter am Freitag in Wien
  • Alexa, wieviele Einwohner hat Wien
  • Alexa, wann ist mein nächster Termin
  • Alexa, füge meinem Kalender ein Ereignis hinzu
  • Alexa, spiele mit etwas von Coldplay
  • Alexa lauter
  • Alexa stopp
  • Alexa, erzähle mir einen Witz
Mein Fazit:

Alexa mach Spaß und die Erkennungsrate ist durchaus gut. Wenn man Smart Home Geräte besitzt die unterstützt werden ist Alexa sicher ein gute Lösung um diese mit der Stimme zu steuern. Die Möglichkeiten mit den Skills ist eine gute Sache und wird in Zukunft die Möglichkeiten von Alexa noch stark erweitern.