Apple hat die MacBook Pro Reihe überarbeitet. Ich teste das neue Apple MacBook Pro 13,3″ mit Touch Bar.

Schneller, leistungsfähiger soll es sein, dazu noch dünner und leichter. Das hellste Display aller Zeiten und eine neue Multi Touch Leiste soll es haben. Die Rede ist vom neuen MacBook Pro. Lange haben die MacBook Fans gewartet bis Apple eine neue Version auf den Markt brachte, jetzt ist es so weit.
Ich habe das MacBook Pro in der 13,3″ Variante mit 2,9 GHz Core i5 Prozessor und 512GB PCIe SSD nun seit gut einer Woche im Test.

Anschlüsse

Viel Kritik muße Apple schon beim 12″ Macbook über sich ergehen lassen, da die Anschlüsse auf nur mehr einen USB-C Anschluss minimiert wurde. Auch beim Macbook Pro setzt Apple jetzt voll auf USB-C bzw. Thunderbolt 3. Vier Stück hat Apple dem Macbook mit Touch Bar spendiert. Bis auf den Kopfhörer-Stecker wars das auch schon mit den Anschüssen. Auch dafür mußte Apple Kritik einstecken. Dem USB-C Anschluss gehört zwar die Zukunft, aber in der Gegenwart muss man als Macbook Nutzer nun einiges an Adapter erwerben, damit man seinen USB-Stick oder Monitor anschließen kann. Dennoch hat der USB-C Anschluss für mich aber auch einen tollen Vorteil. Zunächst kann man mal sein Ladegerät an jedem beliebigen Anschluss anstecken. Aber das Tolle ist, dass man nun auch mit seiner Powerbank etwas Zusatzakkuleistung mittragen kann und sein Macbook somit auch jenseits einer Steckdose aufladen kann.

Display

Absolut keine Beschwerden gab es für das tolle Display im Macbook. Mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln und einer Helligkeit von 500 Nits ist das Display ohne Diskussion das bisher beste und hellste je in einem Macbook verbaute IPS Display. Es bietet einen großen Farbraum und Fotos, Grafiken und Videos schauen auf dem Macbook wirklich toll aus. Ich denke mal das mit diesem hellen Display es dann auch im Sommer auf der Terrasse kein Problem geben wird.

Tastatur, Touch Bar und Trackpad

Im Macbook Pro ist nun die bereits vom 12″ Macbook bekannte ultraflache Tastatur mit Butterfly Mechanismus in der 2. Generation verbaut. Für mich persönlich fühlt sich der Tastendruck angenehm an, nur das Klickgeräusch könnte etwas leiser sein.

Neu ist jedoch die multifunktionelle Touch Bar, die an Stelle der bisher normalen Funktionstasten verbaut ist. Auf dieser Touch Bar werden nun grafische Buttons angezeigt. Diese ändern sich je nachdem welche App man gerade verwendet. So kann man z.B. in Safari direkt zwischen den Tabs umschalten, oder in Apple Mail den Schreibstil ändern oder Textvorschläge auswählen. Die Touch Bar zeigt somit relevante Kurzbefehle an. In Fotos kann man so durch die Fotos wischen. Ob diese Touch Bar jetzt wirklich das Killer Feature ist wage ich aber zu bezweifeln. In bestimmten Situation ist die Touch Bar für mich von Vorteil, meist jedoch blickt man doch eher auf den Bildschirm und nicht ständig auf die Touch Bar ob da irgendwas sinnvolles angezeigt wird. Toll finde ich jedoch die schon seit langen in iPhone und iPad verbaute Touch ID Funktion die nun endlich auch im Macbook Pro rechts auf der Touch Bar vorhanden ist. Statt dem Eintippen des Passworts kann man sich nun mit einem Fingerdruck einloggen oder den Benutzer wechseln.

Das Trackpad hat Apple vergrößert. Es ist weiterhin ein Force Touch Trackpad und ich merke jetzt so nicht wirklich einen Unterschied gegenüber der kleineren Version.

Lautsprecher

Stark überarbeitet hat Apple auch die Lautsprecher. Diese bieten wirklich einen tollen Sound sind um einiges lauter als bisher und auch der Dynamikbereich und die Bassfunktion sind gewaltig. So einen Sound habe ich bisher selten bei einem Notebook gehört.

Leistung und Akku

Leistungsmäßig ist das neue Macbook Pro seinem Ruf gerecht geworden. Im Vergleich zum Vorgänger, oder dem aktuellen Macbook 12″, reagiert es merklich flüssiger. Apps starten auf Mausklick und das Macbook ist sofort beim Aufklappen verwendbar. Dennoch ist die Akkuleistung weiterhin sehr gut. Apple gibt 10 Stunden drahtloses Surfen an. Diesen Wert habe ich für normale Office Arbeiten auch erreicht. Wenn man jedoch z.B. eine virtuelle Maschine mit Windows laufen hat, muß das Macbook schon nach wenigen Stunden an die Steckdose.

Gehäuse und Design

Optisch macht das Macbook Pro einiges her. Es ist deutlich dünner als sein Vorgänger und wiegt nur mehr 1,37 kg. Wie gewohnt kommt es im schicken Metallgehäuse in meiner Variante in Space Grau. An der Verarbeitung gibt es wie üblich nichts zu bemängeln.

Test Fazit

Mit dem neuen MacBook Pro bekommt man wie erwartet ein leistungsfähiges Notebook, das auch optisch was hermacht. Die neue Touch Bar ist zwar ein nettes Spielzeug erleichtert das Handling aber nur bedingt. Display und Sound sind wirklich toll. Die auf USB-C Anschlüsse begrenzte Konnektivität ist zwar zukunftssicher, bedingt aber notwendige Adapter zu verwenden. Preislich liegt das Macbook in der oberen Preisklasse jenseits der 2000 Euro für die Variante mit 512GB SSD.

Das MacBook Pro ist ein tolles Notebook mit genügend Leistung für die nächsten Jahr.